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Stellungnahme von ÖDP-Kreisrat Josef Fortner zum Antrag zur Erfassung der Fahrgastzahlen im Umweltausschuss des Kreistags

21.06.2022 Rede im Umweltausschuss: Zum Antrag der ÖDP Kreisräte an den Umweltausschuss zur Erfassung von Fahrgastzahlen im ÖPNV.

Chiemseeringbus Haltestelle Prien

ÖPNV-Bus mit Rad-Anhänger

Rede im Umweltausschuss im Juni 2022:


"Sehr geehrter Herr Landrat Lederer,
sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen Kreisräte,

zum Antrag der ÖDP Kreisräte an den Umweltausschuss zur Erfassung von Fahrgastzahlen im ÖPNV.
Der ablehnende Beschlußvorschlag der Verwaltung ist für mich nicht verständlich, in einer Situation da die Verkehre im Landkreis die Infrastruktur überfordern.
Gerade jetzt haben wir durch das 9 Euro Ticket für 3 Monate die Chance bekommen, dass der Zusammenhang von Fahrpreis und Fahrgastzahlen gemessen werden kann und wohl doch einen großen Aspekt für die Nutzung des ÖPNV darstellen könne. Für uns sinnvoll, weil unser ÖDP Antrag vom November 2019 für die Einführung eines 1 Euro Ticket im ÖPNV (1 € je Fahrt), mit der Begründung abgelehnt wurde, das ein günstiger Fahrpreis keine Auswirkung auf die Fahrgastzahlen haben würde. Eine Verkehrszählung wird ja des Öfteren im Fahrzeugbereich durchgeführt und sollte wohl auch für den ÖPNV in zeitlich und räumlich begrenzten Umfang möglich sein. Als einfachste Methode könnte wohl auch der Busfahrer am Ende jeder Fahrt eine Schätzung zu den mitfahrenden Nichtschülern abgeben.

1. Vor dem Hintergrund des Pariser Klimaschutzzieles sollten auch wir im Verkehr unserer Verantwortung gerecht werden. Die ÖDP forderte dafür mehrfach für den Kreishaushalt ein höheres Budget.
2. Gut ist das nun erhöhte Budget für den Öffentlichen Personen-Nahverkehr im Kreishaushalt, davon sollten wohl für Verkehr- /Fahrgastzählung Mittel freigemacht werden können. Für uns sind Fahrpreise von 5 Euro bei 15 km zu hoch und wir forderten auch einen ÖPNV der 7 Tage und stündlich fährt. Dies ist allerdings nur sinnvoll, wenn der ÖPNV gut ausgelastet ist, was aber mit den derzeitigen Fahrpreisen kaum geschehen wird.

Hierzu ist jetzt ein Artikel vom Anrufbus ROSI im OVB (18./19.6.22) erschienen, der vom Freistaat gefördert in 11 Gemeinden eingesetzt wird und durchaus angenommen wird. Hier sollten wir auch daran denken wie wir die Bürger des ganzen Landkreises befördern sollten, da sonst ROSI eine Feigenblatt-Aktion des Freistaats ist.
Ich hoffe, dass ich mit meinen Darlegungen an die Kreisräte soweit überzeugen kann und für eine, wenn auch einfache Zählung der Fahrgäste im ÖPNV gewinnen kann.

Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit

Josef Fortner, ÖDP Kreisrat und Fraktionssprecher
Sebastian Hamberger, Ludwig Maier"

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