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Pressemitteilung

Politischer Aschermittwoch der ÖDP

Rappelvoll war der Nebenraum beim Panger Kirchenwirt. Die ÖDP ging beim Politischen Aschermittwoch das heiße Eisen „Flächenverbrauch“ an und informierte über drohende Megabaustellen im Landkreis.

Redner beim Politischen Aschermittwoch

Referent:innen des Abends (v.l.): Anna Maria Kirsch, Christine Mehlo-Plath, Josef Fortner, Ludwig Maier, Thomas Unger

Während Kreisrat Josef Fortner den Flächenverbrauch beim Ausbau der A8 vorrechnete und erklärte, weshalb er den Bestandsausbau mit Standspur sowie gutem Lärmschutz favorisiert, widmete sich Thomas Unger vom Verein Brennerdialog vor allem den ökologischen Folgen durch die geplante Neubautrasse des Brennerzulaufs, die sehr viele Baustellen, Erdaushub und entsprechende Lagerfläche nach sich zöge.  Die Neubautrasse würde insgesamt 40 Bauernhöfe in ihrer Existenz gefährden, meinte er. Daher favoritisiert er wie auch die ÖDP die Ertüchtigung der Bestandsstrecke mit entsprechendem Lärmschutz und Halt in Rosenheim sowie die Ertüchtigung der Route Mühldorf-Freilassing als Entlastung. Auch dem ehemaligen Nebenerwerbslandwirt und Kreisrat Ludwig Maier aus Soyen macht der immense Flächenverbrauch Sorgen. „Die B 15 neu, die nahe an Soyen verläuft, verbraucht beim Ausbau sehr viel Landwirtschaftsfläche. Die überwiegend bäuerlichen Milchviehbetriebe in der Region sind jedoch auf das Grünland als Futterlieferant für ihre Tiere angewiesen.“, meinte er. Für den Klimaschutz, zur Reduzierung von Überschwemmungen aber auch für die Grundwasserneubildung spielten Wälder, Moore und Grünland eine wichtige Rolle. Und jeder Mensch habe das Recht auf den Schutz seiner natürlichen Lebensgrundlagen. „Auch zum Schutz einer artenreichen Tier- und Planzenwelt müssen wir die Lebensräume vor Zerstörung und vor weiterer Zerschneidung durch Straßen bewahren.“ Die Aiblinger Stadträtin Anna Maria Kirsch stellte dann auch die beiden ÖDP-Petitionen „Flächenverbrauch wirksam begrenzen“ und „Trinkwasserschutz in die Verfassung“ vor, die sich an die bayerische Staatsregierung wenden. Kreisrat und Landratskandidat Fortner erklärte den Zuhörern daß leider die Interessen der Wirtschaft auf Kosten der Natur die Politik dominieren und die Menschen in unserer Leistungsgesellschaft immer mehr unter Druck geraten. Daher vertrete die ÖDP eine andere Rangfolge: „Die Basis allen Wirtschaftens bildet bei uns die Ökologie mit ihrem Artenreichtum und ihren natürlichen Kreisläufen, denn sie stellt erst die Lebensgrundlagen für alle zur Verfügung. Auf dieser Basis kann ein friedliches und gerechtes Sozialwesen aufgebaut werden. Eine gemeinwohlorientierte Wirtschaft mit hoher Lebensqualität funktioniert ja erst dann, wenn diese beiden Grundvoraussetzungen sichergestellt sind.“, so Fortner. Zur Kommunalwahl habe daher die ÖDP den Slogan „ökologisch und sozial“ gewählt.

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