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Pressemitteilung

ÖDP ehrt ihre scheidenden Kreisräte Hamberger und Maier

Viele lobende Worte fand Kreisvorsitzende Christine Mehlo-Plath im Gasthaus Esterer in Zellereit für die ehemaligen ÖDP-Kreisräte Sebastian Hamberger und Ludwig Maier für deren langjährigen unermüdlichen Einsatz. Beide sind nun nicht mehr ihm Kreistag vertreten.

Verabschiedung der Kreisräte Sebastian Hamberger und Ludwig Maier

Dank für viele Jahre Engagement. Verabschiedung der Kreisräte Sebastian Hamberger und Ludwig Maier

Und an Sebastian Hamberger gewandt: „Wir kennen uns ja seit 30 Jahren und 18 Jahre davon saßen wir sogar gemeinsam im Kreistag“, begann Mehlo-Plath ihre Ehrung für den nun 70-jährigen Kreisrat, der 24 Jahre lang im Kreistag Rosenheim saß. Bis zuletzt hatte dieser die Liste von ÖDP und Parteifreien Umweltschützern unterstützt, obwohl er selber nicht mehr kandidierte. Hamberger, selbständiger Schreiner aus Söllhuben, war in den 90iger Jahren selber Kreisvorsitzender der ÖDP. Als Kreisrat saß er zuletzt im Umweltausschuss des Landkreises. Er war jahrelang Schöffe, Verwaltungsrat bei den ehemaligen Trimed-Kliniken sowie Aufsichtsratsmitglied der Romed-Kliniken. Gemeinsam mit seinen ÖDP Kollegen im Kreistag hatte er sich immer für den Erhalt der Kreiskliniken eingesetzt. Bis zuletzt setzte er sich noch für die Schließung des Simssee-Radweges ein. Auch im Gemeinderat von Riedering war er noch bis 2026 aktiv. Christine Mehlo-Plath lobte ihn besonders für seinen Einsatz gegen den ehemaligen AKW-Standort Marienberg nördlich von Rosenheim sowie für die Einführung eines kostenlosen Öko-Einkaufsführers für den Landkreis, der in 4 Auflagen erschien.

 

Ludwig Maier, der den Bauernhof seiner Mutter in der Nähe von Soyen zu einem Biobetrieb umwandelte,  hatte sich stets für eine ökologische Landwirtschaft und für den Artenschutz eingesetzt, was ihm während des Volksbegehrens für den Artenschutz auch Gegenwind einbrachte. Für die ÖDP hatte er den Landwirtschaftsflyer federführend gestaltet. Im April 2011 organisierte er in Wasserburg eine gut besuchte Protestveranstaltung gegen Atomkraftwerke.  Als Landtags- und Bundestagskandidat widmete er bis 2021 sehr viel Zeit der ÖDP, ging keiner Debatte aus dem Weg und versäumte keinen Infostand. Auch während der Coronazeit hat er sich nicht den Mund verbieten lassen und stand als Mitarbeitervertreter hinter den Anliegen des Personals. Seine Montagsdemos führten dann zwar zu Irritationen, die von seinen politischen Gegnern sofort ausgeschlachtet wurden. Bei der letzten Kommunalwahl wurde Maier zum wiederholten male in den Gemeinderat von Soyen gewählt, diesmal als Parteifreier. „Du weißt, ich habe Dich immer sehr geschätzt. Wir hoffen alle, dass Du dich trotz der Unstimmigkeiten, die es zur Coronazeit gab, weiterhin dem Kreisverband und unseren Zielen verbunden fühlst,“ meinte Christine Mehlo-Plath in einem freundschaftlichen  Ton.

Und wieder an beide Kreisräte gewandt: „Ich schätze es besonders, dass ihr beide nicht nur gute Familienväter mit mehreren Kindern seid, sondern auch, wie ihr beide eure alten kranken Eltern selber zuhause gepflegt habt und ich finde, ihr habt es verdient, nun mehr Zeit mit der Familie und den Enkelkindern verbringen zu können, auch wenn es da neben dem lachenden Auge auch ein sehr weinendes gibt,“ schloss Kreisvorsitzende Mehlo-Plath  die Ehrung.

Sie überreichte ihnen je einen duftenden Stock mit orangenen Rosen in Anspielung auf den Landkreis-namen Rosenheim und auf die Parteifarbe orange. Auch den anwesenden Mandatsträgern, den Stadt-räten Christian Flemisch, Anna Maria Kirsch, Johann Hechenthaler und dem aktuellen Kreisrat Josef Fortner wurden Blumenstöcke übereicht.

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