Klimakrise - Wege für Wasserburg zur klimaneutralen Stadt

Am 28. Februar präsentierten sich die Stadtratskandidatinnen der ÖDP im Saal der Paulaner-Stuben vor den Besuchern. Eingeladen war der ÖDP-Bezirksrat Markus Raschke (siehe Foto), der als Klimaberater anschaulich erläuterte, welche dramatischen Auswirkungen der Klimawandel bereits jetzt hat. Dies brachte er in dem Zusammenhang, dass bereits 2018 sich weltweit stark betroffene Bürger zusammengeschlossen und eine Klimaklage beim Europäischen Gericht eingereicht haben, bei der Raschke selbst mitgearbeitet hat.

Die meisten Schäden durch den Klimawandel sind durch immer höhere Temperaturen und längere Trockenheitsperioden bedingt mit der Folge von z.B. Waldbränden in Portugal und Ernterückgang in Südfrankreich.

"Wir in Wasserburg wollen aber nicht klagen, sondern die Sache anpacken.", so leitete der Spitzenkandidat Christian Flemisch über und zeigte auf, welche Möglichkeiten es gibt, Wasserburg zur klimaneutralen Stadt zu machen. Genannt wurden Punkte wie der Bau von weiteren städtischen Photovoltaikanlagen, realisierbar als ein mit Photovoltaikmodulen überdachter Parkplatz am Badria oder in Reitmehring mit dem Vorteil für Autofahrer, einen vom Wetter geschützten Parkplatz zusätzlich zu haben, das Anmieten weiterer Dachflächen zu dieser Art Stromerzeugung durch die Stadtwerke. Dabei spielt auch die Stromspeichertechnik eine große Rolle, wobei man hier eher auf Wasserstoff als Energiespeicher setzen sollte. Ein wesentlicher Punkt ist auch die Reduzierung der Lichtverschmutzung. Firmen sollten in der Nacht zur Überwachung des Geländes lieber energiesparende Nachtsichtkameras bzw. Bewegungsmelder statt Flutlichtbeleuchtung verwenden. Zum Senken des CO2-Gehalts dient vor allem die Aufforstung und das Pflanzen von Bäumen sowie die Begrünung von Flächen und Gebäuden im Stadtbereich. Wenn von den 18,8 km² des gesamten Gemeindegebiets zusätzlich 5,7 km² mit dichtem Mischwald versehen wäre, wäre die Stadt CO2-neutral, rechnete Christian Flemisch den Besuchern vor. Genauso die Bildung von Humus bindet CO2. Weiter sollte in Wasserburg der Fleischkonsum in öffentlichen Einrichtungen wie Schulen und Kitas auf 50% reduziert werden.

Insgesamt ist der Klimaschutz eine Aufgabe eines jeden einzelnen, so dass der Bürger in seiner notwendigen Umstellung hierfür durch regelmäßige Vorträge und Workshops begleitet werden soll. Diese sollen nebenbei auch die Geselligkeit fördern. Denn Klimaschutz soll auch Spass machen, so auch denkbare städtische Wettbewerbe wie zum Beispiel Preise für Leute, die nachweislich am meisten Rad fahren oder nur ein Auto besitzen, das alt ist, aber wenig Kilometerstand aufweist oder die nachweislich nur öffentliche Verkehrsmittel nutzen.

Alle Punkte der Umsetzung zu nennen, würde die Kapazität dieses Berichts sprengen und sind hier in der zweiten Präsentation dieses Abends nachzulesen.

In einer anschließenden Diskussion wurde das Versagen der bisherigen Landes- und Bundespolitik hierzu angesprochen, das hauptsächlich begründet ist durch die Beeinflussung der Politiker seitens der geldmächtigen Industrie mit hohen Parteispenden. Ein überall proklamiertes ständiges Wachstum führt letztendlich zum Untergang, hier waren sich alle einig.

 

 


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