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Ortsverband Mangfalltal:

Christine Melo-Plath, Anna Maria Kirsch, Christine Zeuss
Christine Mehlo-Plath

Christine Mehlo-Plath

Bruckmühl
Ortsverbandsvorsitzende
email: mehlo-platht-online.de
infooedp-rosenheim.de

Telefon: 08062 - 5854

Anna-Maria Kirsch

Anna Maria Kirsch

Stellvertretende Ortsvorsitzende
Stadträtin in Bad Aibling
email: annemie.kirschoedp.de

Christine Zeuß

Bruckmühl
Beisitzerin

Susanne Ludwig

Susanne Ludwig

Bad Aibling
Beisitzerin
email: SusanneB.Ludwigweb.de

Mitgliederversammlung unter Coronabedingungen

Von links nach rechts: Anna Maria Kirsch Ludwig Maier und Christine Melo-Plath
Auf der jüngsten Mitgliederversammlung der ÖDP Mangfalltal beim Brückenwirt in Bruckmühl berichtete die neue Aiblinger ÖDP Stadträtin und stellvertretende Betriebratsvorsitzende Anna Maria Kirsch von ihrer Stadtratsarbeit und der neu gewählte ÖDP-Kreisrat Ludwig Maier, Soyen, von seiner Kreistagsarbeit. Ortsverbandsvorsitzende Christine Mehlo-Plath (rechts im Bild) aus Bruckmühl, gab das Ziel vor, die Mitgliederzahl des Ortsverbandes innerhalb der nächsten zwei Jahre auf mindestens 60 Mitglieder zu verdoppeln.

Wahrscheinlich wegen der Coronabedingungen  kamen nur wenige Mitglieder des ÖDP-Ortsverbandes zur Mitgliederversammlung beim Brückenwirt in Bruckmühl.

Die wenigen Anwesenden aber unterhielten sich angeregt und  tauschten interessante Neuigkeiten aus.

Die Ortsverbandsvorsitzende Christine Mehlo-Plath kommentierte in ihrem Rechenschafts-bericht die Aktivitäten im vorangegangene Jahr, in dem die Kommunalwahlen im Mittelpunkt standen. Sie freute sich, dass sich die ÖDP im Aiblinger Stadtrat nicht nur behaupten konnte, sondern mit der neuen Stadträtin Anna Maria Kirsch auch eine kompetente Frau  positionieren konnte . Die 62-jährige Betriebsrätin Anna-Maria Kirsch ist unter anderem im Stadtentwicklungsausschuss vertreten. Sie berichtete aus ihrer Arbeit im Stadtrat. Kirsch will unter anderem sichere Überquerungen für Fußgänger am Marienplatz und den Erhalt des historischen Stadtbildes erreichen. 

Sie unterstützte den Stadtratsantrag zum Verzicht auf Erhöhung der KITA-Gebühren aufgrund der schwierigen Coronanotlage. Eine Mehrheit fand jedoch nur ein Änderungsantrag, der dieses nur für Härtefälle gelten lässt.

Die Verhinderung einer Brennerzulaufstrecke am östlichen Rand Bad Aiblings ist ein weiteres Schwerpunktthema der Kommunalpolitikerin. 

Die Bruckmühlerin Mehlo-Plath, die von 2002 bis 2020 im Kreistag saß, bedauerte, dass weder die Stadt Bad Aibling noch der Markt Bruckmühl Mitglied im Landschaftspflege-verband sind. Man verzichtet auf wertvolle Beratung und Pflegemaßnahmen. Ich möchte, dass sich das ändert.“, sagt sie.

Ludwig Maier, neuer ÖDP-Kreisrat und Gemeinderat aus Soyen berichtete vom Kreistags-beschluss zur Einwendung in Sachen  Brenner-Nordzulauf. am 15. 7. 2020. Die ÖDP und die anderen Oppositionsparteien im Kreistag unterstützten einen Änderungsantrag der ÜWG unter Reiner Auer  und erreichten, dass sich der Kreistag einhellig gegen alle Neubautrassen aussprach und zugleich die Bestandstrassenvariante noch Erwähnung fand. 

Der vierfache Familienvater Maier ist Mitglied im Jugendhilfeausschuss des Kreistages.

Er setzt er sich dafür ein, dass die Schulen und hier besonders die Grundschulen ohne W-LAN-Strahlung auskommen, da hier das Prinzip der Gesundheitsvorsorge gelte.

Sogar für drahtlosen Digitalunterricht gäbe es bessere und unbedenklichere Übertragungs-möglichkeiten, zum Beispiel durch die moderne Lichttechnik.

„In Frankreich wurde mittlerweile W-LAN an Grundschulen verboten.“, teilte er mit.

Wie in Baden-Württemberg sollte auch hier bei uns ein „Zweckverband Digitalisierung“auf Kreisebene eingeführt werden.“, so Maier.

In ihrem Ausblick gab  Mehlo-Plath das Ziel der Verdoppelung der Mitgliederzahlen binnen zweier Jahre vor „Ich hoffe, vor allem auch Jüngere für das Zukunftsprojekt der „Ökologisierung unserer Gesellschaft „ begeistern zu können, gerade im Hinblick auf die Bundestagswahl im kommenden Jahr. Immerhin gäbe es bereits Junge Ökologen auf Kreis- ebene. „Klimawandel und Artenschwund lassen uns gar keine andere Wahl: Wir werden weiterhin konkrete Forderungen an die Kommunalpolitik stellen“, schloss sie ihre Rede.

ÖDP auf Gemeinwohl -Tour

Die Radler stärken sich.
Die ÖDP Mangfalltal organisierte einen Radlausflug zu Biobetrieben entlang der Mangfall.
Nach einer Führung durch seine Bio-Gärtnerei sprach Harro Colshorn über das Wirtschaftsmodell der Gemeinwohlökonomie, bei der ökologische und soziale Leistungen der Betriebe honoriert werden und nicht länger ein Wettebewerbsnachteil sein sollen. Laut der ÖDP-Orts-Vorsitzenden Christine Mehlo-Plath unterstützen die Ökodemokraten dieses Wirtschaftsmodell.

Anfang September radelten einige Mitglieder der ÖDP Mangfalltal und weitere Interessierte von Bad Aibling bis Westerham an der Mangfall entlang. Das Wetter meinte es gut. Daher konnte der Zwischenstopp in der Biogärtnerei „Am Hainerbach“ bei Bruckmühl im Freien stattfinden.

Nach einer Führung durch seine Gärtnerei erläuterte Harro Colshorn, Vorsitzender des Vereins „Gemeinwohlökonomie Bayern e.V.“ die Inhalte dieses Wirtschaftsmodells. „Wir wollen, dass Rücksicht auf Belange der Beschäftigten und der Umwelt für die Unternehmen kein Wettbewerbsnachteil mehr ist. Soziale und ökologische Leistungen sollten daher in der Unternehmensbilanz ausgewiesen und als steuermindernd honoriert werden. Immerhin stehe sogar in der Bayerischen Verfassung, dass die gesamte Wirtschaft dem Gemeinwohl dienen solle.

ÖDP-Vorsitzende Christine Mehlo-Plath betonte:

„Die ÖDP unterstützt gemeinwohlorientierte Lösungsvorschläge als Gegengewicht zu dem fehlgeleiteten Verdrängungswettbewerb, bei dem die Natur, die Beschäftigten, die Regionalität und letztlich wir alle verlieren. Wir Ökodemokraten sind ja keinesfalls wirtschaftsfeindlich, sondern wir wollen lediglich erreichen, dass die Wirtschaft den Menschen dient und nicht dem Profit weniger Konzerne. Es sei unterstützenswert, wenn viele sinnvolle und nachhaltige Arbeitsplätze in der Region entstehen und erhalten werden. Daher fordern wir von Anfang an eine Steuerreform für Arbeit und Umwelt, bei der die menschliche Arbeit steuerlich entlastet, Energie und Resourcenverbrauch im Gegenzug belastet wird.“

Mehlo-Plath verteilte anschließend Bioeinkaufsführer vom Bund Naturschutz- Kreisverband an die Teilnehmer.

Nach der letzten Ausflugsetappe wartete ein leckeres Bio-Mittagessen im „Buona-Vita“ in Feldkirchen-Westerham auf die Radler. Auf dem Rückweg gönnten sich bei dem schönen Wetter noch einige eine kurze Einkehr im Bruckmühler Eiscafe.

ÖDP Mangfalltal ermuntert Bürger zur Stellungnahme gegen derzeitige Trassenplanung des Brennernordzulaufs

Infostand zum Brennerzulauf in Bad Aibling
Auf dem Foto im Vordergrund links: Christine Mehlo-Plath, rechts Anna Maria Kirsch

Die ÖDP Mangfalltal informierte letzten Samstag zusammen mit der Bürgerinitiative Kolbermoor am Aiblinger Marienplatz. über das derzeitige Raumordnungsverfahren zum Brennernordzulauf und sammelten vor Ort die Stellungnahmen der Bürger zur Weiterreichung an die Regierung von Oberbayern.

„Wir befürworten zwar aus Umweltgründen eine Verlagerung der Güter auf die Schiene, sehen aber hierfür keinen Bedarf an neuen Trassen, da die Bestandstrasse leicht die doppelte Menge an Gütern aufnehmen könnte. Das gesparte Geld muss dann aber in effektive Lärmschutzmaßnahmen investiert werden“, meinte Ortsverbandsvorsitzende und stellvertretende Kreisvorsitzende Christine Mehlo-Plath.

Der sogenannte „Raumwiderstand“ durch die Bevölkerung sei wichtig, meinte ÖDP-Stadträtin Anna Maria Kirsch, „damit sich eine möglichst lärmarme und landschaftsschonende Trassenvariante durchsetzen kann. Die sehen wir momentan nur in einer Ertüchtigung der Stammstrecke“ „Es  geht uns um den Schutz unserer schönen Kultur- und Erholungslandschaft, die durch eine langjährige Großbaustelle mit Lärm, Schmutz und Baustellenverkehr in Gefahr ist.“ Auch die darauf folgende Dauerlärmbelastung mit vielen durchrauschenden Personen- und Güterzügen, besonders durch die aufgeständerte Bauweise sieht Kirsch sehr kritisch. „Diese würde die Kurstadt Bad Aibling und besonders den Ortsteil Harthausen sehr belasten.“, ist sie sicher. Der ÖDP-Kreisverband unterstrich diese Position jüngst durch eine eigene Stellungnahme zum Raumordnungsverfahren. Die Einwendungsfrist endet am 24. Juli.

Bad Aiblinger Ökodemokraten stellen neue Stadtratsliste auf und nehmen sich viel vor

Die Stadtratskandidaten von Bad Aibling
Die neue ÖDP-Liste für Bad Aiblng - auf dem Foto 5 von 8 Kandidaten von links nach rechts : Susanne Ludwig, Anna Maria Kirsch, Stefan Moritz, Sonja Rößler, Barbara Miller-Schildknecht

Nach dem Rückzug von Wilhelm Bothar aus der Ökologisch-Demokratischen Partei, konnte sich die Aiblinger ÖDP in kürzester Zeit neu formieren.

Für den künftigen Stadtrat, der im März 2020 gewählt wird, präsentiert die ÖDP jetzt 6 Frauen und 2 Männer. „Durch das erfolgreiche Artenschutz-Volksbegehren konnten wir weitere Mitglieder gewinnen. Die Umsetzung werden wir auf kommunaler Ebene vorantreiben. Die Bauern müssen diese Verantwortung nicht alleine tragen, denn der ÖDP ist die Erhaltung unserer landwirtschaftlichen Betriebe ein großes Anliegen.“, so die Spitzenkandidatin der neuen ÖDP-Stadtratsliste Anna Maria Kirsch (61), Bürokauffrau, Betriebsrätin und langjähriges Mitglied im Vorstand des Fokus-Familiennetzwerks e.V. sowie aktuell bei Mut & Courage Bad Aibling e.V. „Wir haben uns Schwerpunkte für Bad Aibling gesetzt wie die Unterstützung der Bürgerinitiative zur Verhinderung der Trassen für den Brenner-Nordzulauf, welche aktuell zwischen Harthausen und Lohholz geplant sind und den Bau eines Hallenschwimmbads, um wieder einen regulären Schwimmunterricht für die Schulen im Mangfalltal zu ermöglichen. Außerdem wollen wir die Belastung durch den Mobilfunk, besonders in den Schulen auf ein Minimum beschränken und die Einführung des 5G-Mobilfunks verhindern solange die Unbedenklichkeit nicht erwiesen ist und Alternativen unterstützen. “Die zweitplatzierte Sonja Rößler (52), tätig als selbständige Seniorendienstleisterin, will den Fußgängern zu gleichberechtigter Teilhabe in der Stadtmitte verhelfen und u.a. Zebrastreifen als senioren- und kindgerechte Überquerungshilfen am Marienplatz durchsetzen. Das Wohl der Schüler, der Kinder und ihrer Familien liegt der drittplatzierten Susanne Ludwig (49), Grundschullehrerin in Willing, besonders am Herzen. Sie möchte sich für weitere Verbesserungen an den kommunalen Schulen einsetzen, für eine fachgerechte, den heutigen Bildungsanforderungen entsprechende Ausstattung und für ein kindgerechtes Schulwege-konzept. Barbara Miller-Schildknecht (59), Prähistorikerin und Vierte auf der ÖDP-Liste, will das historische Aiblinger Stadtbild erhalten und setzt sich für eine insektenfreundliche Nachtbeleuchtung ein. Stefan Moritz (43), Biogärtner und Hobbymusiker, auf Platz 7, wünscht sich ein breiteres kulturelles Angebot, das auch junge Leute anspricht. Nicht auf dem Bild sind die Altenpflegerin Christiane Schmid (55, Platz 5) der Klimaschutzbeauftragte Martin Korndörfer, (48, Platz 6) sowie die Kinderpflegerin Carolin Hurler (41, Platz 8). Alle acht Kandidatinnen und Kandidaten setzen sich für ein konstruktives Miteinander und eine enkeltaugliche Gestaltung von Stadt und Gesellschaft ein. „Bei uns Ökodemokraten ist jeder Tag ein „Friday for Future“, betonte Anna Maria Kirsch.

Stellungnahme des Ortsvorstandes der ÖDP Mangfalltal zum Parteiaustritt von Stadtrat Bothar

Der Parteiaustritt von Herrn Bothar ist nur ein konsequenter letzter Schritt, nachdem er sich in den letzten Jahren mehr und mehr aus der Gremienarbeit im Kreis- und Ortsvorstand sowie aus der Parteiarbeit insgesamt zurückgezogen hatte.

Leider hat er unser wiederholtes Angebot zur Zusammenarbeit nicht wahrgenommen und die Kommunikation war generell etwas schwierig. Daher verwahren wir uns ausdrücklich gegen den Vorwurf der mangelnden Unterstützung. Vermutlich war Herr Bothar enttäuscht, weil er auf der Bezirkstagsliste letztes Jahr nicht wie erhofft unter die aussichtsreichen vorderen Plätze gewählt wurde. Wir bedauern, mit ihm einen ehemals vielversprechenden und ehrgeizigen Kommunalpolitiker zu verlieren und wünschen ihm alles Gute für seine Zukunft. Wir sind sehr zuversichtlich, den Aiblinger Wählerinnen und Wählern eine gute und zukunftsfähige Aiblinger ÖDP-Stadtratsliste anbieten zu können. Hierin bestärkt uns der Mitgliederzuwachs und das Aiblinger Ergebnis beim Volksbegehren „Rettet die Bienen“ und ganz besonders das Wahlergebnis der ÖDP bei der Europawahl mit 4,2 %.

Im Namen des Ortsvorstandes der ÖDP Mangfalltal

Christine Mehlo-Plath, Anna Maria Kirsch und Christine Zeuß

Bruckmühl: Vortrag "Biene, Hummel und Co."

Die Hauptakteure der Infoveranstaltung
Auf dem Foto von links nach rechts: Christine Mehlo-Plath  vom Bruckmühler Bündnis Artenvielfalt (ÖDP), Ludwig Maier (ÖDP), Monika Kuchler, Umweltreferentin (SPD), Sepp Hermannn  vom Bienenlehrpfad Kleinhöhenrain

„Biene, Hummel und Co.“ hieß der Vortrag von Sepp Hermann, der zum Start des Volksbegehrens „Stoppt das Artensterben- Rettet die Bienen“ beim Brückenwirt gehalten wurde. Eingeladen hatte das Bruckmühler Aktionsbündnis. Christine Mehlo- Plath, Kreisrätin und Bündnissprecherin für Bruckmühl begrüßte die ca. 150 Gäste im Saal. und moderierte die teils heftige Diskussion am Ende der Veranstaltung.

Bürgermeister Richter sprach ein Grußwort.

Sepp Hermann vom Bienenlehrpfad Kleinhöhenrain verdeutlichte mit humorvollen Einlagen, wie wichtig die Bestäubungsinsekten für Natur und Landwirtschaft und wie bedeutend die Bienenprodukte für unsere Gesundheit sind. Kostproben hatte er gleich mitgebracht. Hermann betonte, dass 80 % aller Nutzpflanzen von Insekten bestäubt werden. Er zitierte Einstein: “ Erst stirbt die Biene, dann der Mensch.“ „Tatsächlich bilden Pflanzen im 5. Jahr keine Samen mehr aus, wenn sie vier Jahre zuvor nicht mehr bestäubt wurden“, so Hermann. Blütenstaub sei außerdem sehr wichtig für die Bodenfruchtbarkeit. Wir sollten es nicht so weit kommen lassen wie in China, wo teilweise die Blüten mit Menschenhand bestäubt werden müssen, appellierte er zum Schluss seiner Ausführungen.

Tatsächlich sind in Bayeren 54 % der Bienen bedroht oder bereits ausgestorben, 73 % aller Tagfalter sind verschwunden. Dies bestätigte Ludwig Maier in seinem anschließenden Info-Vortrag über Inhalt und Beweggründe des von der ÖDP in die Wege geleiteten Volksbegehrens.. Die Zulassungshürde wurde Anfang November 2018 mit großem Erfolg genommen, da den Sommer über 94.700 Unterschriften gesammelt wurden.. Das eigentliche Volksbegehren stellt die zweite und weitaus schwierigere Hürde dar, da jetzt innerhalb von zwei Wochen eine Million Bürger ins Rathaus gehen müssen. Nach mindestens 10 % Befürwortern kommt es innerhalb eines halben Jahres zum Volksentscheid, wobei die Regierung einen Gegenentwurf abstimmen lassen kann. Inhaltlich geht es um eine Ausweitung des bayerischen Naturschutzgesetzes, um den Artenschwund bei Insekten, Vögeln, Schmetterlingen und Fischen in Bayern zu stoppen. Einige Landwirte äußerten ihren Unmut, da sie sich als alleinige Leidtragende des Volksbegehrens sehen und darin keine Entschädigungszahlungen festgelegt sind. Maier entgegnete, dass kein Volksbegehren in die Finanzhoheit des Staatshaushalts eingreifen und sich immer nur mit einem Gesetz befassen darf. Doch eine neue Gesetzeslage ziehe auch neue Fördermaßnahmen nach sich, da zeigte er sich sehr zuversichtlich. Die Gesetzesänderung sei zwar eine verpflichtende Zielvorgabe an die Regierung. Die Umsetzung könne aber nicht ohne weitere Maßnahmen und Entschädigungen an die Landwirte funktionieren. Im Nachbarland Österreich sei dies bereits geglückt und knapp 30 % Bioanbau bereits umgesetzt. Dieses Ziel soll nach Vorgabe des Volksbegehrens in Bayern bis 2030 auch erreicht werden. Außerdem fordert Nebenerwerbslandwirt Maier als agrarpolitischer Sprecher der ÖDP eine Deckelung der Agrarsubventionen zugunsten der kleinen und mittleren Familienbetriebe. „Wir Bauern sind nicht an allem Schuld, sondern wir sind auch Leidtragende einer verfehlten Agrarpolitik.“ sagte er zu den aufgebrachten Landwirten, die die Diskussion zu dominieren versuchten. 

Bruckmühler Bündnis für das Artenschutz-Volksbegehren gegründet

Nach den Weihnachtsfeiertagen am 7. Januar gründete sich das Bruckmühler Aktionsbündnis für den Artenschutz „Rettet die Bienen“. Der Nebenraum beim Brückenwirt war brechend voll mit Volksbegehrens-Unterstützern. Neben Imkern, Vertreter vom Gartenbauverband, vom Bund Naturschutz und einer Laudato-Si-Gruppe , kamen auch einige Marktgemeinderäte von SPD, B90/Grüne, SUB und OLB.

Kreisrätin Christine Mehlo-Plath hatte als Vertreterin der Initiatoren von der ÖDP eingeladen und leitete die Versammlung. Die Ökodemokraten  sammelten bereits ab Mai 2018 in ganz Bayern Unterschriften für die Zulassung des Volksbegehrens. Letztendlich waren es ca. 100.000, fast viermal soviel als nötig. Hauptanliegen des Bündnisses ist die Unterstützung der zweiten Stufe des Volksbegehrens „Rettet die Bienen - Stoppt das Artensterben“. Hierfür liegen vom 31. Januar bis 13. Februar in den Rathäusern Eintragungslisten aus.  Nur wenn sich 10 % aller bayerischen Wahlberechtigten in diesem Zeitraum unter Vorzeigen ihres gültigen Ausweises dort eintragen, ist das Volksbegehren erfolgreich und es kommt zum Volksentscheid.

Unzufrieden zeigte sich Frau Mehlo-Plath mit den Bruckmühler Öffnungszeiten, „die nur dem gesetzlich vorgeschriebenen Mindestmaß entsprechen und für Berufstätige wenig Gelegenheit lassen, sich einzutragen“. Ein Vergleich zeige: Fast alle anderen Kommunen ringsum haben bürgerfreundlichere Öffnungszeiten. Ungünstig in Bruckmühl sei vor allem die frühe Samstagsöffnungszeit von 8 bis 10 Uhr. „Das hätte man auch später ansetzen können“  meinte Mehlo-Plath.

Das Bündnis war sich einig, dass die Öffnungszeiten dringend erweitert werden sollten und dass dieses Anliegen an Bürgermeister Richter herangetragen werden sollte, was Umweltreferentin Monika Kuchler gerne übernahm.  Man hofft auf ein Einlenken der Rathausverwaltung, vor allem auch in Anbetracht der winterlichen Wetterverhältnisse. Durch Infostände, Rathauslotsen und einem Vortrag will das Bündnis die nötige Aufmerksamkeit der Bürger für das Volksbegehren gewinnen. Da sind die Unterstützer ganz zuversichtlich.

Nähere Informationen zum bayernweiten Volksbegehrens-Bündnis  sowie aktuelle Öffnungszeiten erhält man unter www.volksbegehren-artenvielfalt.de  oder unter der Kreisgeschäftsstelle der ÖDP,  Telefon 08062-5854.

Jahres-Mitgliederversammlung der ÖDP Mangfalltal in Waldheim

Hauptakteure der Mitgliederversammlung
Das Foto zeigt von links nach rechts die ÖDP-Vorstandsmitglieder Christine Zeuß, Christine Mehlo-Plath, Anna-Maria Kirsch und Wilhelm Bothar sowie Rosi Reindl (zweite von rechts).

Zu Gast bei der diesjährigen Mitgliederversammlung der ÖDP Mangfalltal war die Umweltaktivistin und Kreisvorsitzende des ÖDP-Kreisverbandes Ebersberg, Rosi Reindl. Sie zeigte Ausschnitte aus dem Film „Der marktgerechte Patient“.

In dem Film wurde deutlich, wie sehr die kommunalen Kliniken mit den Privatkliniken konkurrieren müssen. Im Gegensatz zu den Privatkliniken können diese sich die Patienten aber nicht nach Wirtschaftlichkeits-kriterien aussuchen, sondern müssen alle Patienten aufnehmen. Das Fallpauschalen-System (DRG), nach dem die Behandlungskosten in den Kliniken abgerechnet werden, deckt aber vor allem bei Notfällen mit Intensivbehandlung die anfallenden Kosten oftmals nicht ab und kommunale Träger müssen nachfinanzieren. Da dies aber gedeckelt ist, kommt es teilweise zu "Bettensperrungen", weil durch die Einsparmaßnahmen Pflegepersonal fehlt. "Wir brauchen dringend eine Aufwertung der Pflegeberufe. Die dafür nötige Finanzierung muss vom Gesetzgeber sichergestellt werden," forderte Reindl. Sie fand darin viel Zustimmung bei der gesundheitspolitisch engagierten Christine Mehlo-Plath, die sich im Kreistag sehr für die Erhaltung der Entbindungsstation Bad Aibling eingesetzt hatte, letztendlich aber vergeblich, da hier der Hebel bei Bund und Ländern liegt.."Der marktgerechte Patient" läuft seit November 2018 in verschiedenen Kinos in Bayern, z. B. auch im "Utopia" in Wasserburg.

Bei der Versammlung bedankte sich die Ortsverbandsvorsitzende Mehlo-Plath bei allen aktiven Mitgliedern für deren großen Einsatz bei der Bezirks- und Landtagswahl. In einer kurzen Rede stellte sie heraus, weshalb sie sich für die ÖDP und nicht etwa für die derzeit so erfolgreichen Grünen einsetzt. Erfreut zeigte sie sich auch über den deutlichen Aufwärtstrend bei den Mitgliederzahlen. Allein in 2018 waren in den vier Gemeinden Feldkirchen-Westerham, Bruckmühl, Bad Aibling und Bad Feilnbach 7 Neuzugänge zu verzeichnen, sodass der Ortsverein jetzt 30 Mitglieder umfasst. 

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