Wieviel Straßen verträgt das Land?

Josef Fortner

Die ÖDP Kreisverband Rosenheim und ich als Teilnehmer im durchgeführten Planungsdialog fordern einen vernünftigen vierspurigen Ausbau der Bundesauto-bahn A8 mit zusätzlichen Standstreifen, da diese Ausbauvariante dem Verkehrsaufkommen aller vorliegenden Prognosen entspricht. Der Bau einer B15 neu im Landkreis ist nicht notwendig und lehnen wir ab.

Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur hat

angekündigt, dass alle Vorhaben des Bundesverkehrswegeplans (BVWP) 2003, die sich noch nicht im Bau befinden in der neun Konzeption zur Aufstellung des neuen BVWP 2015  eingehend überprüft werden sollen.

Die in den betroffenen Gemeinden trotzdem aufgelegten  Ausbau-Pläne zur Feststellung der A8 von Rosenheim bis Bernau werden von unserer Landes- und Bundespolitik gebilligt und sehen einen monumentalen sechsspurigen Ausbau mit Standstreifen vor. Die Planunterlagen stehen im internet unter  www.abdsb.bayern.de/projekte/planung/planfeststellung.php  bereit und Einwendungen können bis Ende Oktober an die Regierung von Oberbayern geschrieben werden.

Durch den Neubau kommen massive Verbreiterungen und es wird das Landschaftsbild des Chiemgaus unwiederbringlich entstellt. Bis zur Verkündung des Bundesverkehrswegeplanes 2015 sollte im Hinblick auf die grundsätzliche Überprüfung der Vorhaben das Planfeststellungsverfahren für das Vorhaben Ausbau A8-Ost ruhen um auch eine 4+2 Planung überprüfen zu können. Der von den Anrainergemeinden erhoffte Lärmschutz kann auch mit 4+2 Ausbau am Bestand einfacher und besser verwirklicht werden!

Der Vollausbau (6+2) der Autobahn A8 benötigt für Neuversiegelung, zu überbauende Flächen und Überschüttungen einen immensen und unnötigen Flächenverbrauch von nahezu etwa 170 ha sowie besonders durch die Hanglagen gewaltige Erdbewegungen das wir uns in der Verantwortung gegenüber der Anwohner und kommenden Generationen nicht leisten können.

Was wir brauchen ist eine Betrachtung aller Verkehrsträger zum Wohl unserer Region und damit effektiv mit der vorhandenen Infrastruktur den erwarteten Zuwachs an Personenbewegung zu bewältigen


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