01.09.2017

Massentierhaltung

Wirft man einen Blick hinter die Fassade der Agrarindustrie kommt man immer wieder auf den Begriff „Nutztierhaltung“. Dieser Begriff suggeriert, man darf Tiere, die für den Verzehr nach der Meinung der Agrarindustrie bestimmt sind einfach nutzen und verbrauchen.

Ludwig Maier

  • Die meisten Tiere werden dabei gewaltsam den Haltungsformen angepasst (Hörner, Schwänze, Schnäbel und z. T. auch Zähne werden oft ohne Betäubung gekürzt/abgetrennt) anstatt umgekehrt die Haltungsformen den Tieren anzupassen laut Ludwig Maier, Mitglied des ÖDP Bundesvorstandes.
  • Wesentliche Grundbedürfnisse der Tiere werden ignoriert und ihre Bewegungsfreiheit wird stark eingeschränkt.
  • Um die Tiere trotz unpassender Haltung leistungsfähig zu erhalten, ist der Einsatz von Breitband-Antibiotikum unvermeidlich geworden, was  Gefahren für die menschliche Gesundheit und die gesamte Umwelt, hier hauptsächlich für das Grundwasser mit sich bringt.
  • Weiterhin kommt hinzu, dass 40 Prozent der wichtigsten Grundnahrungsmittel des Menschen (  Weizen, Hafer, Roggen und Mais) in der Agrarindustrie zur Massentierproduktion landet, welches meist in den ärmeren Regionen dieser Welt erzeugt wird. Diese Länder  werden durch die Überflutung mit Billigfleisch aus der Überproduktionen der Industriestaaten außerdem wirtschaftlich in Schwierigkeiten gebracht, was laut Maier ethisch nicht zu vertreten ist.
  • Massentierhaltung widerspricht schon allein dem Tierschutzgedanken.
  • Tiere  prophylaktisch mit Antibiotika zu versorgen sorgt noch dazu  für durchweg antibiotikaversetztes Fleisch. Das wiederrum führt zu unverschuldeten Resistenzen beim Mensch, was im Falle einer schwereren Erkrankung gravierende Folgen haben kann.

 

Im ÖDP Programm steht:

 

Tiere sind Mitgeschöpfe und keine seelenlosen Waren, daher gibt es keine ethische Rechtfertigung Tiere einfach zu " verbrauchen, zu" produzieren", gentechnisch zu verändern oder zu misshandeln.

Tiere sind keine Sachen. Sie haben einen eigenen Rechtsstatus als Lebewesen. Als Konsequenz daraus sind Tierquälerei und Tierdiebstahl als Straftatbestände neu zu fassen, sowie schärfer als bisher zu bestrafen.

Eine Abkehr von der industriellen Tierhaltung erreichen wir nicht über den allgemeinen Tierschutz, sondern nur über „die Tierrechte“, sagt Ludwig Maier, und beruft sich dabei auf das ÖDP Programm