Flucht und Ursachen

Sebastian Hamberger

 

Die Bundestagsabgeordnete Frau Daniela Ludwig wirft im Bezug der Asylproblematik der österreichischen Regierung vor, dass sie zu viele Asylbewerber über die Grenze nach Deutschland lässt. Dieser Aktionismus ist in keiner Weise hilfreich. Was würde Frau Ludwig sagen oder tun, wenn sie Abgeordnete in der Regierung in Österreich wäre? Würde sie sich hier dafür einsetzen, die Grenzen nach Deutschland für die Asylbewerber zu schließen und sie im Land zu belassen? Bedeutend hilfreicher wäre es, sich dafür einzusetzen, dass Fluchtursachen abgebaut werden. Wie sieht es mit den Waffenlieferungen an Saudi-Arabien und Katar (beide Staaten unterstützen Terrororganisationen in Syrien und Irak, von denen der IS Waffen erbeutet oder abkauft) aus, hat sie sich hier dafür eingesetzt, dass diese endlich unterbunden werden? Wie sieht es in afrikanischen Ländern aus? Setzt sie sich hier dafür ein, dass die Armut abgebaut wird? Mir scheint eher, dass durch die Freihandelsabkommen, hinter denen auch die Bundesregierung steht und an der auch Frau Ludwig beteiligt ist, die Armut weiter verschärft wird. Mit Hilfe der Freihandelsabkommen werden Länder von multinationalen Konzernen erpresst. Falls diese Länder sich einer Erpressung widersetzen, haben sie Millionen oder gar Milliarden Dollar an hochgerechnet entgangenem Gewinn an die Konzerne zu zahlen. So zeigte Professor Dr. Klaus Buchner (ÖDP Europaabgeordneter), wie alle Handelsabkommen den angeblichen Partnern der USA Armut und Elend gebracht haben. „Den Afrikanern bleibt nichts anderes übrig, als nach Europa zu flüchten, weil Großkonzerne mit Hilfe der Abkommen deren Heimat radikal geplündert haben. Wer Handelsabkommen abschließt, schafft das Flüchtlingselend“.

 

 


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