Wahlauftakt der ÖDP mit Austro-Pop und frischer Bergluft

Auf der Deindlalm am Heuberg starteten die ÖDP-Kandidaten ihren Antritt zur Landtags- und Bezirkstagswahl, musikalisch unterstützt von der Combo Aufgspuit .

„Die Energiewende in Bayern geht viel zu schleppend voran“, kritisierte Landtagskandidat Josef Fortner aus Achenmühle. Die CSU-Regierung bremse die Windenergie in Bayern durch die 10-H-Abstandsregelung aus trotz des bedrohlichen Klimawandels. „Die wird aber dringend als Ergänzung zur Solarenergie gebraucht, um die Energiewende und das Klimaziel zu schaffen. Mit Biomasse und Wasserkraft ist dies nicht zu bewältigen“, sagte er.

Einen zusätzlichen Brennerzulauf und den sechsspurigen Ausbau der A 8 lehnt Fortner ab,  da die Planungen auf überdimensionierten Wachstumsprognosen beruhten. „Wir brauchen kein weiteres materielles Wachstum mehr und wir können es uns aus vielen Gründen auch nicht mehr leisten“, so Fortner.

ÖDP-Landtagskandidat Ludwig Maier, Nebenerwerbslandwirt aus Soyen, Stimmkreis West,  wies auf den großen  Einfluss des Landtags und der Staatsregierung auf  Bundes- und Europapolitik hin. Wegen des Artenschwundes und der Grundwassergefährdung sollte am besten die gesamte Landwirtschaft ohne chemische Spritzmittel auskommen und auf Öko umstellen.  Die Massentierhaltung mit all ihren Problemen sei nur durch den umweltzerstörenden Anbau und Import billiger Futtermittel aus dem Ausland möglich. Daher fordere die ÖDP schon lange die Koppelung des Tierbestand an die landwirtschaftliche Fläche.

„Für die psychisch Kranken, will die ÖDP laut Bezirkstagskandidatin Christine Mehlo-Plath eine Gleichstellung mit den körperlich Erkrankten erreichen und einen ganzheitlichen Ansatz  bei der Behandlung. Bei der Pflege seien zweimal jährlich unangekündigte Kontrollen wichtig. Eine gute Qualität und die Einhaltung der Fachkraftquote seien dabei wichtiger als die minutengenauen Dokumentationen. „Angesichts des Pflegenotstands sind uns neue Pflegeschulen und  die Besserbezahlung des Pflegepersonals wichtig“, so Mehlo-Plath.

„Eine überregionale Planung des ÖPNV durch den Bezirkstag.“, forderte Bezirkstagskandidat Sebastian Hamberger und verwies auf das ÖDP-Programm. Auch die Arbeit der regionalen Planungsverbände sollte besser dem demokratisch legitimierten Bezirkstag obliegen. Überhaupt müssten die Bezirke gestärkt werden.  Entschieden wandte sich Hamberger gegen Parteispenden durch Firmen, aber auch gegen überhöhte Vortragshonorare an Politiker.

„Mit dem Naturschutz nehmen wir es sehr genau“, sagte Hamberger. „Daher wollen wir die Umstellung auf 100 % Ökolandbau für die Bezirksgüter erreichen, und den Landschaftsschutz durch Förderung des sanften Tourismus verbessern.“

Belohnt wurden die Ökodemokraten nach einem verregneten Alm-Aufstieg dann doch noch mit ein paar Sonnenstrahlen und einem Stück weiß-blauen Himmel.

 

 

 

 

 

Auf dem Bild von links nach  rechts: Ludwig Maier, Sebastian Hamberger, Christine Mehlo-Plath, Josef Fortner


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