Prudlo: Das ÖDP-Profil unterscheidet sich wesentlich von den anderen Parteien

Der oberbayerische ÖDP-Spitzenkandidat und Münchner Solarunternehmer Thomas Prudlo sprach im Rosenheimer Mailkeller zu den Besonderheiten der ÖDP-Programmatik. „Das Profil der ÖDP ist einzigartig, weil sie konservative Elemente wie die Familienförderung, dezentrale Entscheidungsstrukturen und die Verbundenheit mit der Erde mit wegweisenden Konzepten wie der Gemeinwohlökonomie verbindet“, sagte er.

Auf nationaler und internationaler Ebene stehe die ÖDP vor allem gegen den "Freihandelswahnsinn", der lediglich wenige Konzerne begünstige und funktionierende Landwirtschaften in aller Welt schwer beschädige. "Wir fordern ethischen Handel statt plündernden Freihandel." unterstrich Prudlo diese Haltung. "Das Recht auf Böden und Wasser ist für uns Ökodemokraten nicht verhandelbar. Wir haben nur eine Erde, daher verbietet sich der gefährliche "Wachstumsirrglaube" einer neoliberalen Politik. Wachstum muss durch Wohlstand ersetzt werden, wobei auch weniger mehr sein kann.", sagte er. Besonders wegen des rasanten Klimawandels müsse man schnellstmöglich aus den fossilen Energien aussteigen. Nur aufgrund eines Bürgerbegehrens, initiiert von der Münchner ÖDP, hätten sich die Stadtwerke München aus der Steinkohleverbrennung verabschiedet.

Aber auch auf bayericher Ebene gäbe es deutliche Unterschiede zu allen anderen Parteien. Eine deutliche Kritik äußerte Prudlo am Vorhaben der CSU, für 5 Milliarden Tablets in die Schulen zu "werfen". "Stattdessen brauchen wir endlich mehr Lehrer und kleinere Klassen", sagte er. Erste Erfahrungen aus Finnland zeigten, wie negativ sich die Digitalisierung hier auswirke. Das einstige Spitzenland der PiSA-Studien sei nach Einführung des digitalen Klassenzimmers im Pisa-Ranking abgestürzt. Auch die Kurzsichtigkeit bei den Nordkoreanern unter zwanzig Jahren sei aufgrund der digitalen Mediennutzung auf 95 % angestiegen.

"Wir wollen in den Landtag und haben dort drei zentrale Ziele: Die Gemeinwohlökonomie, das Recht auf eine analoge Kindheit und eine lobby-unabhängige Politik, die frei von Firmenspenden ist. Das nämlich haben CSU und Grüne gemeinsam: Sie nehmen hohe Spendensummen von Rüstungs- und Automobilkonzernen" kritisierte Prudlo. "Wer also eine lobbyfreie Partei will, der kommt um die ÖDP nicht herum" schloss Prudlo seine Rede.

Thomas Prudlo und Andrea Mösle

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