ÖDP-Vortrag: Gesundheitsgefahren bei Mobilfunk und TETRA

Prof. Dr. Klaus Buchner referierte vor  vollem Saal  im Gasthaus Höhensteiger in Rosenheim. Anhand internationaler Studien belegte er sehr anschaulich die negativen Auswirkungen von Mobilfunkstrahlen auf Tiere, Bäume und Menschen. Die Schadenssymptome sind demnach  z.B. Missbildungen bei Kälbern und Ferkeln, die im Strahlungsbereich starker Sender leben. Aber auch viele Menschen leiden dem Professor zufolge unter Schlafstörungen bis hin zu  unglaublich starken Kopfschmerzen, wo eindeutig ein Zusammenhang mit Mobilfunk nachgewiesen werden konnte. Das Krebsrisiko steige durch Mobilfunk ebenfalls deutlich, so Buchner, wie neuere Studien aus Schweden und Brasilien zeigen. Ursachen dieser Symptome seien u. a. die Ansammlung sehr aggressiver chemischer Substanzen ("Freie Radikale") und die Veränderungen von Eiweißen im Körper. Der Hormonhaushalt wird gestört und die natürlichen Schadstoff-Filter wie die Blut-Hirn-Schranke und die Plazenta-Schranke des Menschen und der Säugetiere werden geschwächt .Ein schweizer Gericht habe mittlerweile aufgrund nachgewiesener Zusammenhänge die Krankheitsursache Mobilfunk anerkannt. Der deutsche Mobilfunkgrenzwert ist laut Buchner hunderttausendmal höher als für ein Handygespräch nötig wäre. Aber erst bei diesem  um ein Vielfaches niedrigeren Grenzwert könne man von einer vertretbaren Gesundheitsvorsorge sprechen. Hintergrund dieses Missstandes seien äußerst fragwürdige Verbindungen zwischen Mobilfunk-Lobby und Politik, erklärte der ehemalige Münchner TU-Professor. So habe ein Vertreter der Mobilfunk-Lobby großen Einfluss auf das Mobilfunk-Forschungsprogramm der Bundesregierung ausgeübt. „Auch in die deutsche Strahlenschutzkommission werden überwiegend Personen berufen, die die Positionen der Industrie vertreten.“, kritisierte er.  Sowohl die rot-grüne als auch die schwarz-gelbe Regierung habe diese unverantwortlich hohen Grenzwerte zu verantworten. Die Warnungen einzelner Forscher wurden ignoriert und die lästigen Kritiker bekamen keine Forschungsaufträge mehr. Auch gegen die Einführung des Polizei- und Feuerwehrfunks TETRA sprach sich der ÖDP-Referent  Buchner aus. „TETRA  beeinflusst unmittelbar die Beta-Wellen des Gehirns - und das rund um  die Uhr mit voller Stärke.“, warnte er.  Wilhelm Bothar, Landtagsdirektkandidat der ÖDP und langjähriges aktives THW-Mitglied, kritisierte, es werde von oben massiv desinformiert und Druck ausgeübt, damit die Organisationen des Katastrophenschutzes (THW, Feuerwehr…) sich nicht negativ zu TETRA äußerten.

Gefragt, wie man sich schützen könne, antwortete Buchner, der einzelne Bürger könne nur versuchen sich durch Wahlen oder andere politische Einflussnahme gegen die krankmachenden Grenzwerte zu wehren.  Ansonsten bleibe ihm nur  die Umstellung auf schnurgebundende Telefone und die teure baubiologische Umrüstung seines Zuhauses. Benutze man dennoch Smartphone oder Handy, sollte man es nicht zu  nahe an den Kopf halten. Während einer Auto- oder Bahnfahrt sollte man es ganz ausschalten.. Glasfaserverbindungen seien W-LAN unbedingt vorzuziehen. Hier müsse die Bevölkerung mehr Druck machen. Kinder sollten überhaupt kein Handy benutzen. ÖDP-Bezirksrätin Johanna Schildbach-Halser bemängelte dann auch die Gefährdung der Jugend durch Medienmissbrauch und zu leichten Zugang zum Internet durch Smartphones. ÖDP-Kreisvorsitzender und Landtags-Direktkandidat Josef Fortner wies darauf  hin , dass die ÖDP die einzige Partei sei,  die bereits 2005 ein bayerisches Mobilfunk-Volksbegehren für Gesundheitsvorsorge durchführte. Bei der Kandidatenvorstellung nannte Bundestagsdirekt-kandidat Ludwig Maier sein Schwerpunktthema, den Kampf gegen die Gentechnik und Bezirkstagsdirektkandidat Johann Wenisch sprach sich besonders für menschenwürdige Betreuung alter und behinderter Menschen aus.


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